Skandal im Sommerloch: Rentenreserve wird verstärkt in Aktien investiert
Mitten in den Sommerferien veröffentlichte die Regierung eine Reglementierung nach der die Reserve der Rentenversicherung bis zu 50% in Aktien angelegt werden kann (Memorial A vom 5. August 2009).
Obschon man zugibt, dass die Verluste für die Rentenreserve sich vor einem Jahr nur deshalb in Grenzen hielten da nur 5% in Aktien investiert waren, wird die neue Investitionsstrategie der Rentenkasse unter dem Druck der Akteure am Finanzplatz nunmehr verstärkt auf die Spekulation ausgerichtet. Wieviele "Finanzboni" hier so nebenbei auf Kosten der Rentenkasse an die Trader mitverteilt werden, ist nicht bekannt.
Die Regierung hat also keine Lehren aus der Finanzkrise gezogen. Öffentliches Geld, das der Rentenfinanzierung dient (7 Milliarden Euro, das sind 280 Milliarden alte Franken), wird hier als ein riesiger Pensionsfonds privat verwertet und verwaltet, von den gleichen Akteuren wie Citibank, Ernst&Young und diversen Investitionsfonds, die die Finanzkrise mitverschuldet haben und die nächste FInanzkrise und die nächsten Aktienverluste auf diese Weise vorbereiten. Die Abhängigkeit der Luxemburger Politik vom Finanzplatz hat erschreckende Ausmasse angenommen!
déi Lénk, die als einzige im Jahr 2004 gegen die Gründung des Pensionsfonds in der Abgeordnetenkammer gestimmt hatten, rufen zum Umdenken auf. Eine Alternative könnte in Direktinvestitionen der Rentenreserve in die regionale Ökonomie, in den öffentlichen Bereich
oder in die Solidarwirtschaft bestehen.
(Mitgeteilt von déi Lénk)
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