Pressemitteilung: CO2 vermeiden, nët vergruewen!

12/06/2009

déi Lénk wollen heute vorschlagen, die überschüssige CO2-Produktion Luxemburgs in den Kasematten zu vergraben, um die Absurdität der Regierungspolitik darzustellen. Bei der Konferenz von Kopenhagen wird Luxemburg das Land sein, das am meisten CO2 pro Kopf produziert und am wenigsten an der Energiewende arbeitet. Der neue Energieminister Wiseler will Kopenhagen und eine EU-Ministerkonferenz im Dezember abwarten, bis eine neue Orientierung diskutiert werden kann.

  • Luxemburgs pro-Kopf-Ausstoß ist höher als der der USA. Der Anteil der Produktion an erneuerbarer Energie liegt bei einem einzigen Prozent.

  • Luxemburg erfüllt die Kyoto-Ziele nur indem es sich im Emissionshandel freikauft. Dieser Handel ist ein neoliberales Unding. Die Projekte, die damit in Entwicklungsländer finanziert werden sind zum Teil unkontrollierbar oder zweifelhaft. Nach Kopenhagen würde noch mehr Geld darin gesteckt werden, statt dieses Geld in der Energiewende vor Ort zu verwenden.

  • Die Privatisierung der Energieverteilung in der Enovos führt zu einer Energiewirtschaft im Interesse der großen Konzerne und macht eine alternative Energieplanung von Staat und Gemeinden unmöglich.

  • Die Energieproduktion dieser Enovos soll im Bereich der Kohlekraftwerke in Deutschland (Hürth) und den Niederlanden (Rotterdam) ausgebaut werden. Enovos behauptet, der übermäßige CO2-Ausstoss dieser Werke werde abgefangen und in den Untergrund gepumpt. Diese Technik ist aber noch kaum entwickelt und die Endlagerung müsste auf ewig überwacht werden.

In Kopenhagen, wie in Luxemburg, geht es darum, verbindliche Ziele festzusetzen und sich die Mittel zu geben, diese auch einzuhalten. Leider sieht es danach aus, dass die Mächtigen dieser Welt gar kein Kyoto-Nachfolgeabkommen zustande bringen sondern höchstens eine politische Absichtserklärung. déi Lénk fordern:

  • 40% Reduzierung der CO2 - Emissionen bis 2020!
  • Verbindliche europäische Unterstützung der Entwicklungsländer über jährlich wenigstens 35 Milliarden € bis 2020 !
  • Energienetze in öffentlicher Hand!
  • Keine unterirdische CO2-Speicherung!

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