Stellenabbau im Stahlsektor: Eine öffentliche Politik muss her!
Der angekündigte Abbau von 400 Stellen in der Verwaltung von ArcelorMittal ist vor allem eine finanzielle Operation. Der Familie Mittal und den anderen Großaktionären aus der Finanzwelt soll so die außergewöhnliche Rendite der letzten Jahre erhalten werden, trotz der von ihnen mitverschuldeten Finanzkrise. Den Betroffenen aus der Verwaltung drohen Arbeitslosigkeit und Prekarität, den verbleibenden Kolleginnen und Kollegen mehr Arbeitsintensität und Rückgriff auf Leiharbeit.
Die geplante Streichung von Arbeitsplätzen zeigt besonders plastisch, wie die Kosten dieser Krise auf diejenigen abgewälzt werden sollen, die am wenigsten dafür können. Die luxemburger Stahlindustrie produziert Stahlträger und Langprodukte, aber keine Stahlbleche. Deshalb darf die Automobilkrise als Vorwand des Stellenabbaus von den öffentlichen Instanzen nicht unwidersprochen hingenommen werden. déi Lénk rufen zum Protest und Widerstand auf.
Wir setzen uns ein für Gesetze, die einen solch missbräuchlichen Stellenabbau in profitablen Unternehmen verhindern. Wir wollen eine regional nachhaltige, öffentliche Industriepolitik. Zur Steigerung der Kaufkraft (und Entschleunigung der Finanspekulation) wollen wir die sofortige Wiedereinführung des Index und die Erhöhung des Mindestlohnes um 300 Euro. Und wir schlagen ein ehrgeiziges Wohnungsbauprogramm vor.
Mitgeteilt von déi Lénk
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