Stellenabbau im Stahlsektor: Eine öffentliche Politik muss her!

12/04/2008

Der angekündigte Abbau von 400 Stellen in der Verwaltung von  ArcelorMittal ist vor allem eine finanzielle Operation. Der Familie  Mittal und den anderen Großaktionären aus der Finanzwelt soll so die  außergewöhnliche Rendite der letzten Jahre erhalten werden, trotz der von ihnen mitverschuldeten Finanzkrise. Den Betroffenen aus der Verwaltung drohen Arbeitslosigkeit und Prekarität, den verbleibenden  Kolleginnen und Kollegen mehr Arbeitsintensität und Rückgriff auf  Leiharbeit.

Die geplante Streichung von Arbeitsplätzen zeigt besonders plastisch,  wie die Kosten dieser Krise auf diejenigen abgewälzt werden sollen,  die am wenigsten dafür können. Die luxemburger Stahlindustrie  produziert Stahlträger und Langprodukte, aber keine Stahlbleche.  Deshalb darf die Automobilkrise als Vorwand des Stellenabbaus von den  öffentlichen Instanzen nicht unwidersprochen hingenommen werden. déi  Lénk rufen zum Protest und Widerstand auf.

Wir setzen uns ein für Gesetze, die einen solch missbräuchlichen  Stellenabbau in profitablen Unternehmen verhindern. Wir wollen eine  regional nachhaltige, öffentliche Industriepolitik. Zur Steigerung der  Kaufkraft (und Entschleunigung der Finanspekulation) wollen wir die sofortige Wiedereinführung des Index und die Erhöhung des  Mindestlohnes um 300 Euro. Und wir schlagen ein ehrgeiziges  Wohnungsbauprogramm vor.

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