déi Lénk gestärkt

10/12/2011

Die nationale Koordination von déi Lénk hat am Montag die Resultate der Gemeindewahlen analysiert. Déi Lénk haben Listen in sechs der sieben größten Gemeinden des Landes aufgestellt, in denen zusammen rund 200.000 Menschen leben; das sind über die Hälfte der Einwohner, die nach dem Proporzsystem wählen.

Déi Lénk konnten ihre Vertretung in den Gemeinden von 1 auf 7 Sitze erhöhen und haben damit ihr selbstgestecktes Wahlziel mehr als erreicht. In der Hauptstadt gelang es aus dem Stand, zwei Sitze im Gemeinderat zu erlangen. Zwei Mandate (bisher 1) bekamen déi Lénk ebenfalls in Esch/Alzette, der zweitgrößten Stadt des Landes, wo sie mit 11% ihr bestes Resultat erzielen konnten. Aber auch in den dritt-, viert-, und sechstgrößten Gemeinden des Landes Differdingen, Düdelingen und Sanem wurde jeweils ein Direktmandat erreicht. Auch wenn es in der siebtgrößten Gemeinde Hesperingen nicht zu einem Sitz reichte, gelang auch hier mit über 5% der Stimmen ein bemerkenswerter Achtungserfolg.

Die LSAP konnte zwar ihre Position als stärkste politische Kraft auf kommunalem Niveau konsolidieren, büßte jedoch generell dort ein, wo déi Lénk Listen präsentierten, was zeigt, dass die LSAP den sozialen Erwartungen vieler Einwohner nicht mehr gerecht wird . Die CSV verlor entgegen anderslautenden Aussagen weiter an kommunalpolitischer Kraft und büßte in den größeren Gemeinden des Landes empfindlich an Stimmen und Sitzen ein. Die liberale DP stagnierte, verlor aber auch leicht an Stimmen. Die Grünen konnten die Anzahl ihrer kommunalen Mandate verdoppeln und gelten neben den Linken als große Gewinner dieser Wahl. Die rechtspopulistische ADR, die mit teilweise stark nationalistischen Tönen um Stimmen warb, brach elektoral ein und fiel mit landesweit vier verbleibenden Sitzen deutlich hinter déi Lénk zurück.

 

Diese Resultate lassen folgende Schlussfolgerungen zu:

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Bei den Kommunalwahlen vom 9. Oktober ist ein deutlicher Linkstrend zu erkennen. Verloren haben in erster Linie die konservative CSV und die rechtspopulistische ADR, während déi Lénk überall dort wo sie antraten, deutliche Zugewinne erhielten.

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Déi Lénk haben nach dem Wiedereinzug ins Parlament ihre lokale Verankerung erfolgreich ausbauen können. 

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Die beiden Regierungsparteien CSV und LSAP verlieren, wenn soziale Fragen an Bedeutung gewinnen und offensiv von déi Lénk in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt werden.

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Durch diese Herangehensweise konnten déi Lénk sich in den vergangenen Monaten sowohl personell erweitern (neue Mitglieder aus gewerkschaftlichen und ökologischen Bewegungen) als auch die konsequente Verjüngung vorantreiben.

 

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