Recht op Wunnen.

03/15/2011

>> EM PORTUGUES (PDF)

D’Gemenge mussen endlech hir Responsabilitéit iwwerhuelen:
Sozialwunnenge bauen an der Spekulatioun en Enn setzen.

Arm durch Wohnen

Affiche Compagne Droit au LogementWohnen ist ein Menschenrecht. Doch in Luxemburg finden viele Menschen keinen bezahlbaren Wohnraum mehr. Die geforderten Mietpreise für eine Wohnung mit drei Schlafzimmern lagen Ende 2010 bei durchschnittlich 1.666 Euro (Appartement) und 1.841 Euro (Haus).* Dazu kommen stark gestiegene Preise für Wasser, Heizung und Strom, so dass die Wohnkosten für manche Familien höher sind als der unqualifizierte Mindestlohn von 1.757 Euro brutto!

Die Kaufpreise sind seit 2005 um 20% gestiegen. Für eine Wohnung mit drei Schlafzimmern wurden Ende 2010 durchschnittlich 458.271 Euro (Appartement) und 540.550 Euro (Haus) verlangt.* Dies bleibt für viele Menschen unbezahlbar.

Wegen der überhöhten Mieten und Kaufpreise verarmen immer mehr Menschen in Luxemburg. Viele junge Erwachsene müssen noch bei ihren Eltern wohnen oder wandern ins Ausland ab, weil sie sich hier keine Wohnung leisten können. So kann es nicht weitergehen.


déi Lénk wollen die überteuerten Mieten und Kaufpreise sowie die Immobilienspekulation wirksam bekämpfen.

*Quelle: Ministère du Logement - Observatoire de l’Habitat

1. Mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen!

Die Gemeinden müssen endlich eine aktive Politik betreiben, die in großem Stil neuen bezahlbaren Wohnraum schafft. Dazu brauchen wir kommunale und regionale Gesellschaften für sozialen Wohnungsbau, die durch einen Wohnungsbaufonds finanziert werden. So werden wieder vermehrt bezahlbare Wohnungen geschaffen.

Wohnungskauf ohne Kredit
Wir wollen den Mietkauf mit staatlicher Garantie systematisch ausbauen. Dadurch wird es möglich, eine Wohnung in Raten abzubezahlen, ohne über die Bank zu fahren.

2. Die Wirtschaft durch Wohnungsbauprogramme ankurbeln!

Der Wohnungsbau schafft viele Arbeitsplätze in einer Vielzahl von Gewerben. Deshalb brauchen wir gerade jetzt ein öffentliches Wohnungsbauprogramm. déi Lénk schlagen vor, jährlich 2.000 zusätzliche Wohnungen durch die öffentliche Hand zu bauen (10.000 in fünf Jahren), um den Nachholbedarf aufzuholen und den Druck von den Marktpreisen zu nehmen.

Innovative Wohnprojekte
Ob Neubauten oder Altbausanierung, die Zukunft des Wohnens liegt in ökologischen Projekten, die wenig Ressourcen, Flächen und Energie verbrauchen (Niedrigenergie- und Passivhäuser). Gleichzeitig müssen neue soziale Wohnformen es auch älteren und behinderten Menschen erlauben, möglichst selbstbestimmt zu leben.

3. Die Gemeinden in die Verantwortung ziehen!

Wir wollen den Gemeinden gesetzlich vorschreiben, dass mindestens 10% aller Wohnungen auf ihrem Gebiet soziale Mietwohnungen sein müssen. Der Verteilungsschlüssel der öffentlichen Gelder an die Gemeinden soll so geändert werden, dass die Gemeinden belohnt werden, die bezahlbaren Wohnraum schaffen und die bestraft, die es nicht genügend tun.

Worauf warten die Gemeinden?
Wenn eine Gemeinde soziale Mietwohnungen baut, kauft oder renoviert, bekommt sie diese zu 75% vom Staat subventioniert, bei Studentenwohnungen sind es sogar 100%. Die Gemeinde erhält aber die gesamten Mieteinnahmen, so dass sie sogar mit der Schaffung von sozialem Wohnraum Geld verdient.

4. Wohnungen bauen anstatt spekulieren!

Zurzeit werden nur 3% der möglichen Bauterrains als Bauland erschlossen. Wie die Finanzspekulation, so muss auch die Bodenspekulation unterbunden werden. Das Gesetz von 2004 zur Gemeindeplanung und Stadtentwicklung erlaubt es, große Areale von zusammenhängendem Bauland zu enteignen, um sofort größere Wohnungsbauprojekte zu verwirklichen. Außerdem fordern wir ein zeitweiliges Einfrieren der Bau- und Mietpreise, bis die Wohnungsnot behoben ist.

Wohnungspakt
Die Gemeinden müssen endlich die Möglichkeiten des Wohnungspakt-Gesetzes von 2008 nutzen: In jedem Jahr, in dem größeres Bauland nicht bebaut wird oder Wohnungen leer stehen, wird die Grundsteuer verdoppelt.

5. Die Rechte der Mieter stärken!

Das Mietgesetz von 2006 bedeutet für die Mieter eine Verschlechterung; die Prozeduren, um zu seinem Recht zu kommen, sind zu kompliziert. Wir wollen die lokalen Mietkommissionen reformieren, damit die Mieter von ihren Rechten auch Gebrauch machen können. Die Bürgermeister dürfen prekäre Wohnverhältnisse nicht länger dulden, wie z.B. die Vermietung von Zimmern ohne Bad und WC zu Wucherpreisen.

Damit Spekulation sich nicht lohnt…
…sollen Wohnungen, die weiterhin längere Zeit leer stehen, Bedürftigen zur Verfügung gestellt werden.
 
 

Dokumentation und Materialien

>> EM PORTUGUES (PDF)

>> Artikel über die symbolische Aktion "Recht op Wunnen" vom 11/06/2011 (Video)

>> Das Video der Pressekonferenz vom 25/03, hier !

>> Die Brochuren "Recht op Wunnen" der Sektionen Esch, Déifferdeng, Diddeleng, Stad, Suessem:

  

>> Das Poster zur Kampagne im PDF Format:

>> Ein Artikel von Frank Jost in goosch.lu:

Arm durch Wohnen


Zurück zur Liste
 

Nächste Veranstaltungen

  • Vendredi Rouge: "(laisser-)/faire" avec Serge Kollwelter

    Mehr
  • Music and Change - HIPHOP, REGGAE, PUNK - Obszönen Kaméidi oder politesch Ausso?

    Mehr
 
 

Agenda

M D M D F S S
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
 

Mitglied werden

Spenden

GOOSCH.LU

déi Lénk on twitter

 

Suche


Erweiterte Suche