Villeroy&Boch: Standort und Arbeitsplätze erhalten – Aufruf zur Solidarität

04/08/2009

Bekanntlich will Villeroy&Boch weltweit 900 Stellen abbauen und so jährlich 50 Mio „Unkosten” sparen. Und dies obschon es zu keinem wesentlichen Rückgang des Umsatzes oder zu Verlusten am Porzellanmarkt gekommen wäre. Vielmehr hat sich das Konzernergebnis von 7,2 Mio Euro im Jahre 2007 auf 11,0 Mio Euro im Jahr 2008 verbessert und der Konzern wirft Die Schliessung des Standortes Luxemburg wäre ein Schlag ins Gesicht langjähriger Mitarbeiter, die entscheidend zur Entwicklung des Konzerns und zum Wohlstand der Aktionäre beigetragen habenbeachtliche Gewinne ab. Das Einsparungsprogramm, mit dem Standorte in Luxemburg und Mettlach geschlossen und Personal in anderen Produktionsstätten abgebaut werden soll, dient eingestandenermaßen einzig und allein der Steigerung von Rendite und Dividende.

Es gibt demnach keine Ursachen den Standort Luxemburg zu schließen. Im Gegenteil: dies wäre ein Schlag ins Gesicht langjähriger Mitarbeiter, die entscheidend zur Entwicklung des Konzerns und zum Wohlstand der Aktionäre beigetragen haben.

Die politisch Verantwortlichen müssen diesem Vorhaben einen Riegel vorschieben. Bereits vor der Ankündigung von V&B haben déi Lénk der Abgeordnetenkammer einen Gesetzesvorschlag unterbreitet, um genau solche Massenentlassungen zu verhindern. Es ist jetzt an der Regierung und am Parlament, diesem Vorschlag so schnell wie möglich zuzustimmen. Nur per Gesetz kann man Auslagerungen von Betrieben, die Gewinne abwerfen, und die Entlassung von Mitarbeitern verhindern. Auch das Europaparlament müsste entsprechende Beschlüsse fassen, um Massenentlassungen und Delokalisierungen aus Profitgründen zu unterbinden.

Am Samstag, 4. April demonstrierten 500 Mitarbeiter und deren Angehörige in Lübeck gegen die geplante Schliessung ihres Werkesdéi Lénk werden die gewerkschaftliche Mobilisierung zur Verhinderung der geplanten Entlassungen tatkräftig unterstützen und rufen dazu auf, sich so zahlreich wie möglich an der Protestkundgebung des Personals und der Personalvertretung zu beteiligen: am Donnerstag, den 9. April um 13.30 Uhr vor dem Werk von Villeroy&Boch im Rollingergrund. Auf Wunsch der Personaldelegation werden déi Lénk dabei auf Fahnen und Spruchbänder verzichten, um gemeinsam die Solidarität mit den Betroffenen in den Mittelpunkt dieser Protestveranstaltung zu stellen. Bereits am letzten Samstag haben in Lübeck 500 Mitarbeiter und deren Angehörige gegen den geplanten Abbau demonstriert. Auch internationale koordinierte Protestaktionen gegenüber der Konzernleitung von V&B, den zuständigen Regierungen und dem Europaparlament drängen sich auf. Nicht Standortkriege, sondern internationale Solidarität und Koordination sind notwendig.

(Mitgeteilt von déi Lénk)

 

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20090408_Pressemitteilung_Villeroy&Boch.pdf51.21 Ko
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