Jugendarbeitslosigkeit: Kein Umdenken bei der Regierung!
Die neue Gesetzgebung ist die Antwort der Regierung auf die Gefahr einer Zunahme der Arbeitslosigkeit auch unter der ausgebildeten Jugend (Schulabgänger, aber auch Arbeitslose unter 30 Jahren).
Die Antwort wird nicht in einer Ausdehnung des Schutzes vor Kündigungen, einer Verbesserung der Arbeitslosenunterstützung, oder der Schaffung von normalen Arbeitsstellen im öffentlichen Sektor gesucht.
Nein, die Antwort der Regierung liegt in der grundsätzlichen Abwertung der Arbeitskraft der betroffenen Menschen, durch lang andauernde Beschäftigungsmassnahmen meist unterhalb oder in Höhe des ihnen zustehenden Mindestlohnes und ohne wirkliche Beschäftigungsgarntie für viele von ihnen.
Da Biltgen nicht mehr Arbeitsminister ist, sprach das Luxemburger Wort freimütig vom «Risiko, dass die Unternehmen nur noch Jugendliche über die spezifischen Massnahmen einstellen. Das wird billiger, drückt aber auch die Anfangsgehälter.»
Dem ist nicht viel hinzuzufügen! déi Lénk behalten sich eine détaillierte Analyse des Gesetzesprojektres vor, stellen jedoch jetzt schon fest, dass die Hauptstossrichtung des «5611» ausgeweitet wird. Deshalb auch hat sich die Patronatsvereinigung UEL als sehr zufrieden erklärt und sich als Urheberin der Gesetzgebung dargestellt.
Wir erwarten von der gesamten politischen und gewerkschaftlichen Linken in Zukunft keine gewundenen und machtlosen Erklärungen, sondern klare Forderungen und Aktionen zwecks Durchsetzung der Interessen des nunmehr statutarisch (und in Zukunft auch bei den Beschäftigungsmassnahmen) weitgehend «vereinten» Salariats in allen wirtschaftlichen Sektoren!
(Mitgeteilt von déi Lénk)
Siehe auch die Stellungnahmen in Goosch.lu Nr. 238 vom 17. September 2009
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