Die Regierung löst sich vom Volk
Die Begrenzung des Index stand in keinem Wahlprogramm und auch nicht im Regierungsprogramm.
Die LSAP-Minister scheinen hinter diesem neuen Vorschlag zu stehen, der einem regelrechten Durchmarsch im Interesse des Patronats und einem Wahlbetrug gleichkommt. Die LSAP als Partei steht nunmehr vor der Gretchenfrage, mit wem sie es hält: mit den Patronatsflügeln in der CSV und in den eigenen Reihen oder mit den Gewerkschaften, die sich nicht erpressen liessen und die Ehre und Selbstbestimmung der Leute die arbeiten gehen verteidigten.
Dabei wusste Premierminister Juncker ganz genau, dass die Gewerkschaften eine Manipulierung oder schleichende Abschaffung des Index nie annehmen würden. Somit hat er bewusst das Scheitern der Tripartite herbeigeführt um seine antisoziale Politik über einen anderen Weg durchzusetzen und gleichzeitig den Gewerkschaften den schwarzen Peter zuzuschieben.
Es kommt einer Irreführung der Öffentlichkeit gleich, wenn jetzt diese Index-Kastration als soziale Gerechtigkeitsmassnahme dargestellt wird. Es profitieren einzig und allein die Aktionäre und Firmenbosse von diesem Geld das ihnen bleiben wird und das sie völlig unselektiv in weltweite Aktien und Luxusjachten ausgeben werden. Man muss sich fragen, wem die Politik in Luxemburg noch Rechenschaft schuldet. Jedenfalls nicht den Wählerinnen und Wählern und auch nicht den Lohnabhängigen.
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